Geschichte Teil 1

Wie es begann…

(von Karlheinz Eber, aus der Festschrift: 10 Jahre CVJM Rednitzhembach, 1993)

Rednitzhembach im Frühjahr 1983. Pfarrer Wolfgang Roth hatte die großartige Idee, seine 25 Konfirmanden zu einer Freizeit auf die Burg Wernfels zu schicken. Diese Jungen hatten bis dahin noch keinerlei Prägung durch eine christliche Jugendgruppe erfahren. So wurde es spannend. Wie würden sie den „frommen Laden“ ertragen? Es konnte ja sein, daß sie sich absetzten, um in Opposition zu gehen. Nichts dergleichen geschah. Im Gegenteil, die Mehrzahl machte begeistert mit, wenn es um die Sache Jesu ging. Viele meldeten sich zu persönlichen Unterredungen an, um sich den Weg zu Jesus Christus zeigen zu lassen.

Es war uns sofort klar, daß diese ersten Glaubensschritte bald verweht sein würden, wenn die Burschen zu Hause nicht eine Gemeinschaft von jungen Christen fänden, denen die Bibel Mittelpunkt für ihre Gruppenarbeit ist. Leider existierte so etwas in Rednitzhembach nicht.

Ich betrachtete es daher als eine Fügung Gottes, daß an dieser Freizeit Markus Nitsch, ein Praktikant aus dem CVJM Ansbach, teilnahm. Ich wagte ihn zu fragen, ob er von Ansbach aus die Gruppe in Rednitzhembach leiten könne. Zu diesem Zweck müßte er allerdings jede Woche einmal die 50 Kilometer zwischen den beiden Orten zurücklegen.

Im Grunde rechnete ich mit einer Absage, denn in meiner Frage lag ja eine ungeheuere Zumutung. Doch die Antwort von Markus überraschte mich sehr: „Ich habe auch schon daran gedacht.“

So geschah es also, daß Markus Woche für Woche nach Rednitzhembach fuhr und die Gruppe betreute. Als er diesen Dienst nicht mehr weiterführen konnte, erklärten sich Zivildienstleistende von der Burg Wernfels bereit, als Leiter einzuspringen.

Pfarrer Roth zeigte sich äußerst erfreut über diese Entwicklung. Endlich hatte er eine Jugendgruppe in der Gemeinde, die eifrig Bibelarbeit betrieb. Natürlich wurde über die alles entscheidende „Mitte“ hinaus ein zünftiges Jugendprogramm angeboten. Bald zeigten die Jungen eine gewisse Reife, so daß sie in den Sommerferien schon ohne einen Gruppenleiter auskommen konnten und das Programm selbst gestalteten.

Wer als Beobachter diese CVJM-Gruppe besuchte, konnte sich nur freuen. Die Jungen ließen erkennen, daß sie es ernst nahmen. Sie waren bei der Sache, egal ob es sich um Bibelarbeit und Gebetsgemeinschaft oder Spiele handelte. Sieben von ihnen erklärten sich gleich bereit, bei der nächsten Freizeit als Junghelfer mitzugehen. Die Leitung der Gruppenarbeit ging immer mehr in die Hände der Rednitzhembacher über. Im Jahre 1992 konnten sie sogar mithelfen, in Schwand eine weitere CVJM-Gruppe aufzubauen.

Im Lauf der Zeit stellten sich freilich auch einige Krisen ein. Trotzdem hielten die Verantwortlichen durch. Wenn heute die CVJM-Arbeit in Rednitzhembach soweit gereift ist, daß sie als „eingetragener Verein“ gelten kann, haben wir allen Grund, unserem Herrn zu danken.

Die Aussaat von einst bringt neue Früchte.

Karlheinz Eber

Generalsekretär des CVJM-Landesverbandes Bayern a.D.

Am Dienstag, den 5. April 1983, fand die erste Gruppenstunde und damit die Gründung der CVJM-Gruppe Rednitzhembach statt. Etwa 20 der Konfirmanden hatten auf der Freizeit zum Glauben an Jesus Christus gefunden.

Wie im vorhergehenden Artikel erwähnt, wurde die Gruppe von einem Praktikanten des CVJM Ansbach geleitet, danach von Zivildienstleistenden von der CVJM Jugendburg Wernfels. Ihre Namen seien kurz erwähnt:

Markus Nitsch 1983/84

Helmut Frank („Kings“) 1984/85

Martin Zenker („Mecki“) 1984/85

Rainer Muser 1985/86

Wolfgang Stamminger 1985/86

Hans König 1986/87

Alexander Weiß 1986/87

Ab 1987 wurde die Arbeit vom Mitarbeiterkreis der CVJM-Gruppe weitergeführt.

In der Gründungsversammlung am 9. Mai 1993 wurde aus der „CVJM-Gruppe Rednitzhembach“ der „Christliche Verein Junger Menschen Rednitzhembach e.V.“

Am 5. Juni 1993 feierte der CVJM Rednitzhembach sein zehnjähriges Bestehen und die Gründung eines eingetragenen Vereins.